Dürener Zeitung Freitag, 9. Mai 2008

Die wahren Stars tummelten sich in Düren

Improvisationstheater „Springmaus“ steckt mit seinem Elan das Publikum im Haus der Stadt an.
Zuschauer preisverdächtige Mitspieler. Viel Applaus.

Düren. Eine grandiose Geschichte über Düren, Kreuzau und Nideggen, über „Hönscheid, den Bürgermeister, der nicht mit Geld umgehen kann“, ein packender Krimi, eine gute Portion Liebe, Nussecken Bärbel und Eifel Ranger, die auf das Intimpiercing der Bäuerin peinlich genau Acht geben: eine Handfeste Überreschung! Wer hätte gedacht, dass in Düren so viel los ist…

Kabarettfans huldigten am Mittagwochendabend im Haus der Stadt denjenigen Zuschauern, die durch ihr spontanes Mitwirken auf der Bühne reif wurden für die „Springmaus – Trophäe. „Nach einem solch tollen Abendmit euch wüsste ich nicht, wo wir lieber hinführen als nach Düren. Dort, wo die Welt noch in Ordnung ist“, ist „Springmaus“ Gilly Alfeo hin und weg von den begeisterten Fans.

Das Bonner Improvisationstheater brachte mit seinem brandneuen Programm „ Mach dein Ding! Jetzt bewerben!“ den internationalen Glamour an die Rur und bewies Eindrucksvoll: In jedem steckt ein Star!
Vergessen sind die ominösen Talentschmieden aus dem Fernsehen. Die wahren Stars sind in Düren Mit sicherem Auge in fester Hand holten die „Springmäuse“ Mitspieler aus dem überraschten Publikum, das zu aller Freude für die Geschichte auf der Bühne plötzlich verantwortlich war.

Claudia aus Düren ließ die überragend agierende Silke Vennemann mit Partner Norbert Frieling als Paar über die letzte schlechte Nacht mit zarter Hand am Drücker der Language – Taste im Zweikanalton derart parlieren, dass sich da Publikum vor lachen bog. Preisverdächtig!

Was tun, wenn man plötzlich in einer Gerichtsverhandlung steht, ein Alibi braucht und nur die Hände wissen, dass man Uschi Glas in Burg Nideggen geküsst hat. Keine Frage für Ingeborg aus Düren meisterlich als Handdouble von Norbert.
Und Tobias erhielt die Ehrenvolle Aufgabe, als Volksschauspieler in einer Szene mit ganzem Körper und Text mitzuwirken. Schnell erfragte Silke Vennemann die story: Kein Geld! Aktuelles Stichwort: Nideggens Bürgermeister Hönscheid – ein Fall für die Superhelden Tobias und Gilly Alfeo, die gezielt den bösen Dr: Krauzau als Verursacher des Übels mit einem Faustschlag zur Strecke bringen.

Preisverdächtig auch das Regiedebüt von Robert aus Langerwehe:
Gekonnt holt er die Geschichte eines hoch verschuldeten Mannes von Bremen wieder zurück in die Region. Eine äußerst aparte Frau git dem verzweifeltn Mann den Mordauftrag an Hönscheid.
Tobenden Applaus erhielt er für den mit viel Liebe und prickelnder Erotik gewürzten Krimi der „Nideggen – Connection.

In der Kategorie „Bester Einzeiler“ wurde Arnold für die Nussecken-Bärbel, die vom Eifel Ranger im Nationalpark Eifel beim Wildern gestellt wurde ausgezeichnet.

Preiswürdig auch die Darstellung von Heuballen – Axel , der mit seinem Intimpiercing der Bäuerin in der Kategorie „Beste Ausstattung & Requisite“ zum Absoluten Publikumsliebling gekürt wurde. Die letzte Goldmaus erhielten Winfried und Elisabeth aus Nörvernich für das Herzschmerz – Drehbuch ihres Lebens mit dem Triumph Spitfire.

Gut zweieinhalb Stunden vergehen wie im Flug. Kein Auge bleibt im Haus der Stadt trocken. Der Elan und die gute Laune der „Springmäuse“ steckten einfach an. Großes „Hollywood“ in Düren. Der aufbrausende Applaus im Saal sagt ganz deutlich: Die Trophäe des Abends geht an Gilly Alfeo, Silke Vennemamm und Norbert Frieling, (niko)