General-Anzeiger,
8. April 2008
Die Springmäuse machen ihr Ding
Kabarett Die Bonner Improvisationskünstler präsentierten ihr eues Programm in Henned und verliehen "Mauscar".
Von Markus Bauer
Hennef. Dieter Bohlen. Detlef D! Soost. Wer sind die beiden von "Deutschland sucht den Superstar" und "Popstars" schon? Keiner von Bohlens Sprüchen kann sich mit der Improvisationskünstler vom Haus der Springmaus messen. KeineChoreografie von Soost kann den ausgefeilten Bewegungen der Springmäuse das Wasser reichen. Am Samstagabend haben die Komödianten gezeigt, dass in jedem ein Star steckt.
In der Aula der "Kopernikus Realschule präsentierten sie ihr neues Programm "M.D.D.D.S.C.B.D.N.D.J.I.M.S. -Mach dein Ding! Die Springmaus Castingschow bei der nicht die Jury im Mittelpunkt steht". Hat Bohlen bei jedem Auftritt zwei Minuten Zeit, einen oft fiesen Spruch auszuhecken, so bringen die Springmäuse innerhalb weniger Sekunden die Zuschauer zum Lachen - spontan, auf Zuruf aus dem Publikum und gar nicht mal abwertend. Tüftelt Soost Stunden an einer Tanzeinlage, so schwingen die Springmäuse quasi per Eingebung das Tanzbein, dass die Fetzen fliegen.
Gesucht war an diesem Abend nicht irgendwer. Jeder aus dem Publikum konnte ein Star werden. Ob Hobbysänger unter der Dusche, ob Gehirnchirurg, Mauerblümchen mit Zahnspange oder Boygroupmitglied, das doch singen kann - jeder konnte einen "Mauscar" gewinnen. In Anlehnung an den "Oscar" gab es für diejenigen aus der Zuschauermenge die begehrte goldene Standfigur, die auf der Bühne den Springmäusen bei der Darbietung halfen.
Jeder konnte in die Haut eines Produzenten, Regisseurs oder Schauspielers schlüpfen.
Damit die Gäste sich auch wirklich so fühlten, durften sie sich zu Beginn von ihren Sitzen erheben und so tun als seien sie berühmt: Es wurde kräftiger Applaus eingespielt und sie bedankten sich ähnlich wie bei einer Preisverleihung ihrem Nachbarn.
Der erste "Mauscar" ging an Elisabeth. Während einer improvisierten Streitszene zum Thema Sex drückte sie zu unpassenden Momenten einen Knopf, der ein summen auslöste. Der Komödiant wechselte daraufhin die Sprache - auch mitten im Satz.
Vor 600 Gästen wussten die Improkünstler selbstverständlich auch mit flotten Sprüchen die regionalen Vorzüge Hennefs herauszuheben. So sei Hennef ja weltweit bekannt für die berühmten Filme, die dort gedreht worden seien:
Der Thriller "Das Heisterschloß", die Sozialdokumentation "Rott", Das Drogendrama "Hanfbach" und der Erotikknaller "Das Stoßdorf".
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