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+++ Der Sommer ist da und damit auch die „Sommer-Specials“ der Springmaus (4.&5. + 25.&26. August im Haus der Springmaus, Bonn) +++ Alle aktuellen Tourdaten zum neuen Knallerprogramm „Jukebox live“ in der Terminübersicht +++ Jetzt neu für Unternehmen: Springmaus for Companies – Die Seminare für Ihre Mitarbeiter +++

Historie

Bill_Mockridge_©Boris_Breuer Gründer Bill Mockridge erzählt wie alles begann…

1982 stand ich bei einer Aufführung auf der Bühne und hatte einen aberwitzigen Gedanken: Ich wollte die „vierte Wand“ einreißen und mit dem Publikum Kontakt  aufnehmen. Ich brannte darauf zu erfahren, was in den Köpfen der Zuschauer vorging, die immer so still und anonym da saßen. Was würde passieren, wenn ich aus dem Spiel aussteige und die (vermutlich) nette Dame mit der Maggie-Thatcher-Bluse und der Röhrenjeans in Reihe 1, Platz 7 frage „Wie soll ich die nächste Szene spielen?“. Bekommt Sie einen roten Kopf? Antwortet sie kurz und knapp: „Besser als die letzte!?“. Oder reagiert sie vielleicht spontan mit einer guten Idee?Das_Ur_Springmaus_Ensemble

Ich habe es nie erfahren, denn ich traute mich nicht (vielleicht auch wegen der Maggie-Thatcher-Bluse…) und spielte normal weiter. Der Gedanke ließ mich jedoch nicht mehr los. Um meine Neugierde zu stillen, trommelte ich eine Gruppe junger und witziger Schauspieler zusammen, die mutiger als ich sein würden und gründete mit ihnen das „Springmaus Improvisationstheater“.

Die Idee war, die Zuschauer mit frechen Sketchen zu zeitgemäßen Themen ins Theater zu locken und sie anschließend – nachdem das Eis gebrochen war – mit Improvisationen zu überraschen. Im Prinzip machten wir mit unseren Zuschauern das, was Politiker mit ihren Wählern machen – vor und nach der Wahl.

Am 20. März 1983 war es dann soweit: In der Bonner Kneipenszene „Anno Tubac“ fand die erste Aufführung statt. Die Spannung war gewaltig! Wie werden die Leute reagieren? Machen Sie sich aus dem Staub? Machen Sie Vorschläge? Und was machen die Springmäuse auf der Bühne daraus? Es funktionierte!

Die Zuschauer reagierten mit wunderbaren Ideen und die Springmäuse setzten sie spontan in witzigen Szenen um. Die Leute waren begeistert, die Springmäuse glücklich und die Presse reagierte seinerzeit auf die Geburt der Springmaus ähnlich euphorisch wie heute auf die Eisbärenbabys.

Offenbar hatten wir mit unserem Konzept einen Nerv getroffen, denn das kleine Anno Tubac brach in den nächsten Monaten aus allen Nähten. Mir wurde recht schnell klar, dass wir ein eigenes Theater brauchten und im April 1984 eröffneten wir voller Stolz „Das Haus der Springmaus“. Von da an nahm die Springmaus eine rasante Entwicklung:  Die Truppe trat meist eine Woche im Monat im eigenen Theater auf und war ansonsten zunehmend mit Gastspielen außerhalb Bonns unterwegs.

 

Alfred Biolek bewies erneut sein Näschen und entdeckte uns für das Fernsehen. Alexandra Kassen holte uns nach Köln ins das „Senftöpfchen Theater“.

Hab_nun_Acht_Mit_Dirk_BachUnd als 1988 Dirk Bach zu den Ur-Springmäusen Margie Kinsky, Anka Zink, Andreas Etienne und Michael Müller stieß, erreichte der Erfolg der Springmaus den vorläufigen Höhepunkt. Dann kam eine Phase der personellen Veränderungen, die gleichzeitig den legendären Ruf der Springmaus als Talentschmiede begründete: 1989 wurde Anka Zink vom Düsseldorfer Kommödchen engagiert und Margie Kinsky legte mit der Geburt ihres dritten Kindes eine Familienpause ein.

1990 feierte das Ensemble mit Kerstin Kallewegge, Andreas Etienne, Michael Müller und Steve Nobles am Klavier ihre grandiose Abschiedstournee durch Deutschland.Ensemble_Abschiedstournee

Gleichzeitig bereitete sich ein neues, junges 6-köpfiges Ensemble mit Susanne Pätzold, Dada Stievermann, Jochen Baum, Frank Gielich, Hans Kieseier und dem genialen Paul Hombach am Klavier auf ihre erste Premiere vor. Im September 1991 war es dann soweit: die neue Generation Springmaus war geboren! Es folgten Gastspiele in ganz Deutschland und mehrere TV-Auftritte, u.a. in „Gottschalks Late Night“.

Ensemble_mit_Susanne_Paetzhold1994 traten Margie Kinsky und Georg Roth bei einer Benefizveranstaltung zum ersten Mal zusammen auf und es war offentsichtlich, dass sich hier zwei gesucht und gefunden haben. Das Zuschauerinteresse war zu diesem Zeitpunkt so immens, dass ein zweites Springmaus Ensemble ins Leben gerufen und aus dem kongenialen Duo Kinsky-Roth und Wolfgang Lüchtrat ein neues Team gebildet wurde. In der zweiten Hälfte der 90er waren sogar drei Ensembles unterwegs, um die gigantische Nachfrage abzudecken.

Margie Kinsky und Georg Roth waren noch bis 2011 mit an Bord der Springmaus bis sich Margie dazu entschlossen hat, sich auf Ihr Soloprojekt „Kinsky legt los“ zu konzentrieren und Georg sein volles Engagement in die „Landeskoordination schwule Seniorenarbeit NRW“ zu stecken.Gala Ensemble_neu

 

Zur Jahrhundertwende war dann die Zeit für die „dritte Generation“ gekommen. Dazu gehörte u.a. der quirlige Ralf Schmitz, der drei Jahre später ebenfalls vom Fernsehen entdeckt wurde und durch den „genial danebenen“ Bernhard Hoecker ersetzt wurde.

 

Seit dem 20. März 1983 haben insg. 50 verschiedene Springmäuse 35 verschiedene Programme gespielt und die Springmaus ist 30 Jahre älter geworden. Doch während die Begeisterung für Eisbärenbabys mit dem Älterwerden abnimmt, erfreut sich die Springmaus nach wie vor eines ungebrochenen Interesse.

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